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31.03.2014

Illegal geschossener Wolf bei Weißkeißel gefunden

Am Freitagvormittag, den 28.03.2014, wurde bei Weißkeißel, Landkreis Görlitz, bei Forstarbeiten ein männlicher Wolf tot aufgefunden. Es handelt sich dabei um den Rüden (Vaterwolf) des Daubitzer Rudels. Bei der Begutachtung vor Ort wurden Verletzungen festgestellt, die den Verdacht auf einen illegalen Abschuss nahe legten. Daraufhin wurde die Kriminalpolizei verständigt. Nach der Aufnahme des Vorgangs durch die Polizei wurde der Kadaver an das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht und dort noch am Freitag untersucht. Der vorläufige Untersuchungsbefund bestätigte den Verdacht eines illegalen Abschusses. Das Tier ist an den Folgen eines Bauchschusses verendet.

Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung stellt eine Straftat dar.

Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse wird durch den Landkreis Görlitz Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Polizei nahm bereits die Ermittlungen auf.

Erst im Dezember 2013 wurde in Sachsen bei Hermsdorf (Gemeinde Lohsa) ein geschossener Wolfswelpe gefunden. Die Ermittlungen hierzu laufen noch. Seit 2000 wurden damit in Sachsen 5 Wölfe illegal getötet. In 4 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf wurde absichtlich überfahren.

Bei dem Daubitzer Rüden handelte es sich um ein genetisch besonders wertvolles Tier. Der aus Polen zugewanderte Rüde hatte eine in Sachsen bisher nicht nachgewiesene Variante der mitochondrialen DNA. Er hatte also frisches Blut in den ansonsten relativ eng miteinander verwandten Wolfsbestand gebracht. Im vergangenen Jahr zog das Daubitzer Wolfspaar sieben Welpen auf. Die Fähe wird Anfang Mai erneut Welpen zur Welt bringen. Normalerweise wird sie in den ersten Wochen der Welpenaufzucht durch den Rüden, den Vater der Welpen, mit Nahrung versorgt. Es bleibt abzuwarten, ob einige der dann knapp ein Jahr alten Jungtiere des Rudels diese Aufgabe übernehmen oder die Fähe innerhalb des nächsten Monats einen neuen Rüden findet.

(Pressemeldung des Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz vom 31.03.2014)


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