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Am 06. Juni gegen 21.30 Uhr wurde bei einer Ansitzjagd eines Hegerings in einem Jagdbezirk in Tucheim bei Genthin (Landkreis Jerichower Land) ein Wolf geschossen. Wahrscheinlich gehörte der Rüde zu dem Wolfspaar, das seit Mitte 2008 auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow nachgewiesen wurde das vermutlich in diesem Jahr Welpen bekommen hat.
Ein aus Kade stammender Jäger soll das Tier mit einem Kopfschuß erlegt haben, nachdem es ein Reh gerissen hatte. Wie das Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt in Sachsen-Anhalt gegenüber dem MDR mitteilte, habe der Schütze als Revierfremder auch nicht auf einen wildernden Hund schießen dürfen.
Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. verurteilte die Tat aufs Schärfste und kündigte an, dass die zuständige Jägerschaft gegen den Schützen ein Ausschlussverfahren einleiten werde.
Ein Verfahren zur Entziehung des Jagdscheines des Schützen wurde von der Unteren Jagdbehörde des Kreises eingeleitet. Zudem hat die Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung Strafanzeige gegen den Schützen gestellt. Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. sowie der NABU kündigten an, ebenfalls Strafanzeige stellen zu wollen.
Der aus Kade stammende Jäger stellte indes am 08. Juni Selbstanzeige und gab seinen Jagdschein sowie die Tatwaffe ab.
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